Vielleicht ist Ihnen das auch schon passiert: Sie lesen in der Zeitung ein Interview mit einem Experten zu Ihrem Fachgebiet und denken: „Das hätte ich auch sagen können. Vielleicht sogar besser.“ Der Unterschied liegt selten im Wissen. Er liegt darin, dass die Redaktion ihn gefunden hat und Sie nicht.
Stellen Sie sich einen Energieberater vor, der seit Jahren Hausbesitzer berät, aber außerhalb seines Kundenkreises kaum bekannt ist. Unser Gespräch beginnt mit der Frage: „Darf ich Sie zu Beginn ein wenig kennenlernen?“ Er erzählt, wie er überhaupt zu seinem Beruf kam: Die Heizkosten seiner Eltern hatten sich fast verdoppelt, und er hat monatelang jedes Wochenende in ihrem alten Haus verbracht, um herauszufinden, was wirklich hilft und was nur teuer ist. Dabei hat er selbst Fehler gemacht, die er heute keinem Kunden mehr empfiehlt.
Im Gedankenraum wird daraus sein Thema: nicht „Energieeffizienz“ im Allgemeinen, sondern die ehrlichen Fehler, die fast jeder Hausbesitzer macht, erzählt von jemandem, der sie selbst gemacht hat. Im Medienraum schreibt er dazu einen Gastbeitrag für ein Fachmagazin, in seinen eigenen Worten und ohne KI-Floskeln. Im Studio-Talk erzählt er die Geschichte vom Haus seiner Eltern, das Video wird Teil seiner Pressemappe. Und zu Beginn der Heizperiode bieten wir der Regionalzeitung genau diesen Anlass an.
Im Resonanzraum greift eins ins andere: Die Zeitung zitiert ihn. Ein Radiosender lädt ihn ein, weil er den Artikel gelesen hat. Und wenn eine Fernsehredaktion später einen Gast zum Thema sucht, findet sie im Presse-Clipping genau das, was Glaubwürdigkeit ausmacht: einen Menschen, über den bereits unabhängig berichtet wurde.
Nicht die lauteste Stimme kam in die Medien, sondern die glaubwürdigste. Und die Glaubwürdigkeit kam aus seiner eigenen Erfahrung.
Probieren Sie es aus: Notieren Sie drei Fragen zu Ihrem Fachgebiet, die Sie aus eigener Erfahrung besser beantworten können als jede Suchmaschine. Genau das ist das Material, nach dem Redaktionen suchen. Machen Sie aus einer davon Ihren ersten Gastbeitrag, selbst geschrieben und in Ihrer Sprache.