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WEBSITE

Warum eine gute Homepage mehr Pflicht als Kür ist

Von Dirk Rabis, Medienstratege · Veröffentlicht am 28.02.2025 · Themen: Website, Reputation, Medienarbeit
Titelbild zum Beitrag: Warum eine eigene Website die Grundlage für Reputation und Medienpräsenz ist.

Aus Fehlern lernen: Warum eine eigene Website Pflicht ist

In den vergangenen Jahren durfte ich viele Menschen und Unternehmen medial begleiten und neu positionieren, von ambitionierten Startups bis zu etablierten Marken. Ich habe unglaubliche Erfolgsgeschichten erlebt, aber auch bittere Rückschläge.
Und immer wieder sehe ich denselben Fehler: Unternehmen, die sich vorwiegend auf Social Media verlassen und dann plötzlich unsichtbar werden.

Ein Beispiel aus meiner Praxis

Ein Kunde hatte über Jahre hinweg eine beachtliche Social-Media-Community aufgebaut. Er postete regelmäßig Fachbeiträge und lieferte hochwertigen Content. Und doch blieb ein entscheidender Durchbruch aus: Er erschien nie in den großen Medien. Keine Erwähnung in relevanten Magazinen, keine Anfragen von Journalisten, keine Interviews.
Warum? Weil Journalisten, Redakteure und Medienmacher nicht auf geschlossenen Plattformen recherchieren.

Wer öffentlich sichtbar sein will, braucht eine öffentliche Präsenz

Viele übersehen, dass klassische Medien wie Zeitungen, Fachmagazine, TV- und Radioredaktionen ihre Quellen nicht auf Social Media zusammenklicken. Sie arbeiten mit öffentlichen, überprüfbaren Quellen. Und das bedeutet: Websites.
Ein erfahrener Journalist wird nicht anfangen, TikTok-Videos nach Zitierbarem zu durchsuchen oder sich durch einen LinkedIn-Feed zu scrollen. Er braucht:
  • eine offizielle Website, auf der er relevante Inhalte schnell findet,
  • einen Pressebereich mit gut strukturierten Informationen,
  • langfristig verfügbare Inhalte, die nicht mit dem nächsten Algorithmus-Update verschwinden.
Ohne das? Keine Presseberichterstattung. Keine überregionale Aufmerksamkeit. Keine nachhaltige Relevanz.

Reichweite ist gut. Reputation ist besser.

Viele Unternehmen messen ihren Erfolg gern in Likes, Shares und Followern. Das ist kurzfristig gut fürs Ego. Für den langfristigen Erfolg zählt etwas anderes: Glaubwürdigkeit. Und genau hier liegt der Unterschied:
  • Ein virales TikTok-Video kann Ihnen kurzfristig Aufmerksamkeit bringen. Ein Artikel in einer renommierten Fachzeitschrift gibt Ihnen dauerhafte Autorität.
  • Ein Instagram-Beitrag erreicht Ihre Community. Eine Erwähnung in der WirtschaftsWoche oder der FAZ macht Sie für ganz neue Zielgruppen sichtbar.
  • Eine starke LinkedIn-Präsenz ist gut. Ein interessanter Blogartikel auf Ihrer Website kann von Redakteuren gefunden und weiterverbreitet werden.

Der Redaktionstest: Was findet eine Journalistin in fünf Minuten über Sie?

Vielleicht haben Sie schon einmal erlebt, wie schnell Medien arbeiten: Heute Mittag kommt eine Anfrage, morgen früh erscheint der Bericht. Dazwischen bleibt einer Redakteurin oft nicht mehr als eine Stunde, um einen passenden Gesprächspartner zu finden.
Stellen Sie sich vor, genau jetzt sucht eine Journalistin eine Expertin oder einen Experten für Ihr Thema. Sie gibt Ihren Namen und Ihr Fachgebiet bei Google ein, vielleicht fragt sie auch eine KI-Suche. Was sie findet, entscheidet in wenigen Minuten, ob sie anruft. Ein LinkedIn-Profil hinter einer Anmeldung hilft ihr nicht. Eine Website, auf der Sie in eigenen Worten erzählen, wofür Sie stehen, was Sie erlebt haben und wie man Sie erreicht, sehr wohl.
Genau hier verbinden sich unsere drei Räume. Im Gedankenraum klären wir, welche Geschichte und welche Haltung Sie auszeichnen. Im Medienraum wird daraus eine Website, die nach Ihnen klingt, mit Beiträgen, die Sie selbst schreiben, und einem kurzen Video aus dem Studio-Talk, das Redaktionen sofort zeigt, wie Sie sprechen. Im Resonanzraum zeigt sich dann, ob die Menschen, die Sie suchen, Sie auch finden.
Probieren Sie es aus: Öffnen Sie ein privates Browserfenster, suchen Sie nach Ihrem Namen und Ihrem Thema, und fragen Sie eine KI-Suche, wer in Ihrer Region Experte dafür ist. Was Sie dort in fünf Minuten finden, ist Ihr öffentliches Profil. Wenn es dünn ist, beginnen Sie mit einer einzigen Seite auf Ihrer Website: in Ihren eigenen Worten, über das, was Sie wirklich erlebt haben.

Wer relevant sein will, muss öffentlich auffindbar sein

Soziale Netzwerke sind wertvolle Marketing-Werkzeuge. Aber sie sind nicht Ihr digitales Zuhause. Wenn Sie wirklich sichtbar sein wollen:
  • Setzen Sie auf eine eigene Website als zentrale Plattform.
  • Erstellen Sie Inhalte, die Journalisten finden und nutzen können.
  • Bauen Sie langfristige Relevanz auf, statt nur kurzfristige Reichweite.

Taucht Ihr Name auch in fünf Jahren noch auf?

Denn am Ende zählt nicht nur, wie viele Menschen heute Ihr LinkedIn-Video sehen. Sondern ob Ihr Name auch in fünf Jahren noch auftaucht, wenn jemand einen Experten in Ihrer Branche sucht.

KENNEN SIE DAS?

Erkennen Sie sich in diesem Erlebnis wieder?

Soziale Netzwerke sind nicht Ihr digitales Zuhause.

ÜBER DEN AUTOR
Dirk Rabis ist seit jeher vollschichtiger Kommunikationsprofi: Bereits Ende der 80er-Jahre gründete er das RPM-Bildungs- und Medienzentrum für Multimedia-Kommunikation, PR, Marketing-, Marken- und Medienentwicklung, wo er als CEO für Entwicklung und Schulung im Bereich der multimedialen, audiovisuellen Medien verantwortlich zeichnete.
Als versierter Content-Stratege und DERKA zertifizierter Online Marketing Manager bespielt er seither unterschiedlichste Kanäle. Hier berät und positioniert er teils sehr prominente Personen und Unternehmen aus Sport, Film, Musik, Politik, Handel, Wirtschaft und Industrie bei der Neuausrichtung ihrer Unternehmensstrategie und Kommunikation.
2004 erhielt er seine Akkreditierung zum internationalen Film-, Musik- und Medienproduzenten, der zwei internationale Award-Auszeichnungen folgten.
Mittlerweile steht er als TV-Redakteur und Talkshow-Moderator auch selbst vor der Kamera.
Seit 2020 schreibt und publiziert Dirk Rabis zudem für den Wissenschaftsverlag Springer Gabler, unter anderem im Fachbuch „Strategien für Dienstleister".
Dirk Rabis, Medienstratege und PR-Berater bei entertain MARKET.

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