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SICHTBARKEIT

Wie Unternehmen heute online sichtbar werden

Von Dirk Rabis, Medienstratege · Veröffentlicht am 25.09.2026 · Themen: Sichtbarkeit, Unternehmenskommunikation, KI-Suche
Symbolbild: Unternehmen wird heute an vielen digitalen Orten sichtbar, von LinkedIn über Suchmaschinen bis zur KI-Suche.

Der erste Eindruck entsteht heute an vielen Orten

Wer heute nach einem Unternehmen sucht, beginnt nicht zwangsläufig auf dessen Website.
Vielleicht fällt der Name in einem Gespräch. Vielleicht führt ein Beitrag auf LinkedIn zu einem ersten Kontakt. Ein Video beantwortet eine konkrete Frage. Ein Podcast vermittelt einen Eindruck vom Unternehmen und seinen Menschen. Oder eine Suchmaschine führt direkt zu einer Seite, die genau die gesuchte Information enthält.
Inzwischen kommt eine weitere Möglichkeit hinzu: Menschen stellen ihre Frage einer KI und erhalten eine Antwort, in der Unternehmen, Experten oder Produkte genannt werden.
Der digitale Kontakt mit einem Unternehmen hat damit viele mögliche Anfangspunkte.
Die Website ist deshalb nicht unwichtiger. Sie steht nur nicht mehr zwangsläufig am Anfang.

Der erste Kontakt liegt häufig außerhalb der eigenen Website

Für Unternehmen ist das eine bemerkenswerte Verschiebung.
Über Jahrzehnte ließ sich Kommunikation vergleichsweise klar organisieren: Pressearbeit brachte einen Namen in die Öffentlichkeit, Werbung schuf Aufmerksamkeit, die Website lieferte weitere Informationen. Heute greifen diese Wege ineinander.
Ein Interessent kann einen Unternehmer zunächst auf LinkedIn kennenlernen, anschließend ein Interview ansehen und erst danach die Website besuchen. Ein anderer entdeckt ein Unternehmen über Google und sucht anschließend nach dessen Geschäftsführer. Ein Dritter stößt über einen Fachbeitrag auf ein Thema und beschäftigt sich erst später mit dem Absender.
Der Weg zum Unternehmen ist individueller geworden.
Damit verändert sich auch die Frage, was eine gute digitale Präsenz leisten muss.

Menschen suchen keine Plattformen

Niemand wacht morgens mit dem Wunsch auf, ein Unternehmen auf LinkedIn zu entdecken.
Menschen suchen Antworten.
Sie wollen wissen, welcher Anbieter zu ihrer Aufgabe passt. Sie suchen einen Experten für ein konkretes Problem. Sie möchten eine Entscheidung vorbereiten, Erfahrungen vergleichen oder herausfinden, wem sie eine bestimmte Leistung anvertrauen können.
Die Plattform ist dabei nur der Ort, an dem diese Suche stattfindet.
Für ein Unternehmen stellt sich deshalb zunächst eine andere Frage: Wo und wie informiert sich der Mensch, den ich erreichen möchte?
Erst danach lässt sich beurteilen, ob LinkedIn, Instagram, YouTube, ein Podcast, klassische Pressearbeit oder die eigene Website eine sinnvolle Rolle spielen.

Sichtbarkeit beginnt mit einem erkennbaren Profil

Wer an vielen Stellen auftaucht, wird nicht automatisch wahrgenommen.
Ein Unternehmen kann regelmäßig Beiträge veröffentlichen, Videos produzieren und in Suchmaschinen präsent sein. Wenn dabei kein klares Bild entsteht, bleibt der Eindruck austauschbar.
Was zeichnet dieses Unternehmen aus?
Welche Erfahrung bringt es mit?
Welche Fragen kann es beantworten?
Und weshalb sollte gerade dieser Anbieter für einen potenziellen Kunden interessant sein?
Solche Fragen lassen sich nicht durch einen weiteren Kanal beantworten. Sie verlangen nach einer klaren Position und einer Sprache, die dazu passt.

Die Website bekommt dadurch eine andere Aufgabe

Die eigene Website bleibt der Ort, an dem ein Unternehmen selbst bestimmen kann, welches Bild von ihm entsteht.
Dort lassen sich Leistungen erklären, Zusammenhänge herstellen, Erfahrungen zeigen und Menschen vorstellen. Vor allem aber kann eine Website etwas leisten, was einzelne Beiträge oder Suchergebnisse nur eingeschränkt können: Sie kann aus vielen einzelnen Informationen ein Gesamtbild formen.
Das setzt voraus, dass dieses Gesamtbild erkennbar ist.
Ein Besucher sollte nicht erst mehrere Seiten durchsuchen müssen, um herauszufinden, worum es bei einem Unternehmen eigentlich geht.
Das gilt übrigens nicht nur für Menschen. Auch Suchmaschinen und KI-Systeme können Informationen nur sinnvoll einordnen, wenn Zusammenhänge nachvollziehbar beschrieben und belegt sind.

Von der Auffindbarkeit zur Einordnung

Mit Google lautete die klassische Frage: Wie werde ich gefunden?
Im Umfeld von KI kommt eine weitere hinzu: Wie wird mein Unternehmen eingeordnet?
Das ist ein Unterschied.
Ein Suchergebnis kann auf eine Website verweisen. Eine KI muss aus verschiedenen Informationen ein Verständnis davon entwickeln, wer ein Unternehmen ist, welche Themen es abdeckt und ob seine Expertise zu einer konkreten Frage passt.
Damit gewinnen Klarheit, Konsistenz und nachvollziehbare Expertise an Bedeutung. Nicht als technische SEO-Maßnahme allein, sondern als Grundfrage der Unternehmenskommunikation.

Wo beginnt Ihre Kommunikation?

Vielleicht bei Google. Vielleicht bei LinkedIn. Vielleicht mit einem Gespräch, einem Video, einem Fachartikel oder einer Empfehlung.
Die Antwort darauf lässt sich nicht pauschal geben. Sie hängt davon ab, wie Ihre Kunden nach Informationen suchen, welche Themen für sie relevant sind und wem sie in diesem Entscheidungsprozess vertrauen.
Genau dort sollte Kommunikation ansetzen. Nicht überall präsent sein. Sondern dort relevant werden, wo Ihre Zielgruppe heute kommuniziert.

KENNEN SIE DAS?

Erkennen Sie sich in diesem Erlebnis wieder?

Sichtbarkeit entsteht dort, wo Ihre Zielgruppe heute wirklich sucht, nicht überall gleichzeitig.

ÜBER DEN AUTOR
Dirk Rabis ist seit jeher vollschichtiger Kommunikationsprofi: Bereits Ende der 80er-Jahre gründete er das RPM-Bildungs- und Medienzentrum für Multimedia-Kommunikation, PR, Marketing-, Marken- und Medienentwicklung, wo er als CEO für Entwicklung und Schulung im Bereich der multimedialen, audiovisuellen Medien verantwortlich zeichnete.
Als versierter Content-Stratege und DERKA zertifizierter Online Marketing Manager bespielt er seither unterschiedlichste Kanäle. Hier berät und positioniert er teils sehr prominente Personen und Unternehmen aus Sport, Film, Musik, Politik, Handel, Wirtschaft und Industrie bei der Neuausrichtung ihrer Unternehmensstrategie und Kommunikation.
2004 erhielt er seine Akkreditierung zum internationalen Film-, Musik- und Medienproduzenten, der zwei internationale Award-Auszeichnungen folgten.
Mittlerweile steht er als TV-Redakteur und Talkshow-Moderator auch selbst vor der Kamera.
Seit 2020 schreibt und publiziert Dirk Rabis zudem für den Wissenschaftsverlag Springer Gabler, unter anderem im Fachbuch „Strategien für Dienstleister".
Dirk Rabis, Medienstratege und PR-Berater bei entertain MARKET.

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